Eindrücke von der Schweizer Meisterschaft 2009 in Reussbühl.
Saisonrückblick 2006/07 aus der Sicht des Trainers
Die Planung der Titelverteidigung
Nach dem Gewinn des Schweizer Meister Titels 2006, war den Verantwortlichen
der I. Mannschaft klar, dass es dringend einer Blutauffrischung des Kaders
bedurfte, um realistischerweise eine Titelverteidigung als Ziel zu haben. In
erfolgreichen Zeiten werden die grössten Fehler gemacht und obwohl der Titel
2006 verdient und längst überfällig war, hat ihn eine Mannschaft auf ihrem
Zenit erreicht. Eine weitere Saison mit dem gleichen Kader hätte unserer
Ansicht unweigerlich mit einer Enttäuschung geendet. Wir hatten dabei das
Glück, ein Grossteil des Kaders halten und gleichzeitig mehrere neue Spieler
verpflichten zu können, die uns mit ihrer Persönlichkeit und fussballerischen
Klasse sofort auf eine höheres Level gehoben haben. Bereits in den
Vorbereitungsspielen war uns schnell klar, dass der Titel auch im neuen Jahr
nur über uns gehen würde. Obwohl die besten Spieler nicht automatisch die
beste Mannschaft ergeben, aber wir haben uns sehr schnell auf, wie neben dem
Platz gefunden.
Unser Ziel
Bei so vielen starken Individualisten und Charakteren war es nicht immer
einfach, die jeweiligen Eigeninteressen der einzelnen Spieler und die
Interessen der Mannschaft unter einen Hut zu bringen. Unser Augenmerk lag vor
allem darin, eine Mannschaft zu formen, die am gleichen Strang zieht, der
ganze Rest würde sich von alleine ergeben. Rückblickend dürfen wir sagen, dass
wir auf einen sehr gesunden, alten Kern der Mannschaft zählen konnten, was die
Integration der Neuen erleichtert und beschleunigt hat. Wir haben es ziemlich
schnell geschafft, dass jeder, egal wie lange bereits dabei oder von welcher
Liga auch immer kommend, sich unseren Regeln angepasst haben, die für alle
gleich waren. Bei dem einen oder anderen hat es ein bisschen länger gedauert
oder hat es das eine oder andere Gespräch gebraucht, aber was lange währt wird
bekanntlich endlich gut.
Regionale Meisterschaft und Cup
Obwohl ei Qualität der Zürcher Meisterschaft ein bisschen zugenommen hat, war
schnell einmal klar, dass einiges hätte passieren müssen, um die beiden
regionalen Titel nicht erfolgreich verteidigen zu können. Baumann hatte sich
zwar stark und gut verstärkt und die Swiss Re startete einen erneuten Versuch,
uns den Titel streitig zu machen, aber keine der beiden Mannschaften hatten
die breite und tiefe des Kaders, um uns bis zum Schluss gefährlich zu bleiben.
Den Cup haben wir ohne grössere Probleme gewonnen und die Meisterschaft haben
wir mit 17 Siegen und nur einem Unentschieden schlussendlich auch klar für uns
entschieden. Die erste Mannschaft hat jetzt in den letzten 50 Spielen nur
einmal nicht gewonnen und dies war bei der Punkteteilung gegen Baumann im Mai
2007!!
Schweizer Meisterschaft
Fanden dieses Jahr in Lausen/BL statt. Unsere 3 Gruppenspiele am Samstag
konnten wir klar für uns entscheiden, obwohl einige Leistungsträger aus
verschiedenen Gründen an diesem Wochenende nicht anwesend sein konnten.
Rotation war ein wichtiger Aspekt bei diesen heissen Temperaturen und jeder
Spieler hat an diesem Wochenende seine Einsätze erhalten und diese auch sehr
gut genutzt. Nur so war es möglich, dass wir am Sonntag zum Finalspiel
einigermassen fit antreten konnten. Auch hat sich wie letztes Jahr ausbezahlt,
dass uns Roberto seine Dienste als Masseur und Therapeut (mental und
körperlich) an diesem Wochenende zur Verfügung gestellt hat. Das Spiel am
Sonntag war eine einzige Demonstration, ein anders Wort dafür fällt mir nicht
ein. Eine Demonstration von Solidarität und fussballerischer Klasse. Unser
Spiel am Sonntag hätte mehr Zuschauer verdient gehabt und es bestand gegen
einen guten und engagierten Gegner nie wirklich die Gefahr, dass wir dieses
Spiel nicht gewinnen würden. Das Endresultat von 3 : 0 gegen Post St. Gallen
fiel gemessen an den Spielanteilen und Chancen noch relativ gnädig aus.
Time for a change!
Die Mannschaft wird für die neue Saison einige Wechsel erfahren. Ein grosser
Teil des Stammes wird zwar auch in der neuen Saison bei uns bleiben, aber es
werden uns trotzdem einige verdiente Spieler verlassen. Wir werden alles daran
setzen, diese Spieler mindestens gleichwertig zu ersetzen, wenn nicht gar das
Kader weiter zu verstärken und in der Breite noch dazu zu legen. Weiter werden
Toni und ich ins zweite Glied zurücktreten und Flavio Gastaldi als neuen
Spielertrainer Platz machen. Flavio war langjähriger Captain beim FC Wohlen
und wird neu von dort zu uns stossen. Toni und ich werden beide als
Assistenten versuchen, Flavio nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen.
Wir versprechen uns von dieser Rochade einiges, vor allem ein noch
professionelleres Umfeld für die Spieler. Es wird für uns beide sicher eine
grosse Umstellung sein, aber wir beide glauben sehr fest daran, dass es zum
Wohle der ersten Mannschaft sein wird und wir zu dritt eine Qualität erreichen
können, die uns alle weiterbringen wird.
Mister
SAISON RÜCKBLICK 2006/07
Nach der äusserst erfolgreichen Saison 05/06, in der wir das Triple gewinnen
konnten, stand die neue Saison ganz im Zeichen der Bestätigung. Das Ziel stand
fest: der Schweizer Meistertitel soll im Guggach bleiben. Die Mission
"Titelverteidigung" wurde bereits Mitte Juli in Angriff genommen. Im ersten
Training wurde allen klar, dass dies harte Arbeit und viel Schweiss bedeuten
würde. Einige noch unbekannte Gesichter waren auf dem Guggach zu sehen. Sie
ersetzten die Abgänge der letzten Saison und verstärkten punktuell das Team.
Um uns optimal vorzubereiten, trugen wir unsere Vorbereitungsspiele gegen
3.-Liga Mannschaften aus. Nachdem wir spielerisch wie auch konditionell
mithalten konnten und diese Testspiele zum grossen Teil auch dominierten,
starteten wir ungeschlagen und mit viel Selbstvertrauen in die Meisterschaft.
Unser Trainerstab plante einen genialen Adventure Day, der uns als Mannschaft
den letzten Schliff für die Triple-Verteidigung geben sollte.
Das erste und wegweisende Meisterschaftsspiel gegen Elektro Burkhalter
kontrollierten wir von Anfang an und die ersten wichtigen drei Punkte waren
somit gesichert.
Im Cup wurde uns bereits in der ersten Runde mit Baumann Springs ein attraktiver
Gegner zugelost. Auf heimischem Rasen kam es zu einem der gefürchteten
Cupfights. Gegen Ende des Spiels - beim Stand von 1:1 - drängten wir den Gegner
immer mehr in die Defensive und erzwangen schliesslich den Siegestreffer: Dank
einer guten Moral und geduldigem Spiel gelang uns das erlösende Tor noch in den
regulären 90 Minuten.
Sämtliche weitere Pflichtspiele der Vorrunde, darunter auch das traditionelle
Banken-Derby gegen die Credit Suisse konnten wir für uns entscheiden. Nicht
zuletzt dank intensiven und seriösen Trainingseinheiten war von Spiel zu Spiel
zu erkennen, wie sich die Mannschaft zu einer Einheit zusammengefunden hatte.
Die neuen Spieler wurden gut integriert, verletzungsbedingte Ausfälle lückenlos
ersetzt und die gute Kameradschaft wiederspiegelte sich in einer berauschenden
Spielkultur.
Ende September fuhren wir hochmotiviert und voller Tatendrang zum lang ersehnten
Spitzenkampf gegen Baumann Springs. Die ersten 20 Minuten des Spiels
verschliefen wir klassisch und verdanken es nur unserem Torwart, nicht in
Rückstand geraten zu sein. Erst nach einer umstrittenen roten Karte wurde uns
bewusst, dass heute die Tabellenspitze auf dem Spiel stand. Zu zehnt gelang es
uns, das Spieldiktat zu übernehmen und innert wenigen Minuten eine komfortable
0:3 Führung zu erarbeiten. Nach der Pause kontrollierten wir das Spiel weiter
und bauten gar die Führung aus. Unnötige Fehler raubten uns zum Schluss den
Kantersieg, trotz allem reichte es zu einem verdienten, ungefährdeten 4:7
Erfolg.
Ein weiterer Höhepunkt der Vorrunde war der "Serie A-Klassiker" gegen Swiss Re.
Konzentriert und voller Spannung bereiteten wir uns in der sibirischen Kälte von
Adliswil auf den heissen Match vor. Von Anfang an nahmen wir das Zepter in die
Hand und spielten uns in einen regelrechten Spielrausch, der in einem 0:9
Kantersieg gipfelte.
Das letzte Pflichtspiel der Vorrunde verlangte noch einmal volle Konzentration.
Einerseits war es unser Ziel, das Jahr 2006 mit lauter Siegen zu beenden und
andererseits wartete mit dem FC HLT ein unangenehmer Gegner auf uns. Es gelang
vorerst nicht, die spielerische Überlegenheit in einen beruhigenden Vorsprung
umzumünzen. Nach langer Gegenwehr konnten wir allerdings auch im letzten
Pflichtspiel des Jahres als Sieger vom Platz marschieren.
In der Winterpause hielten wir uns in der Halle fussballerisch und konditionell
bei Laune und feierten das erfolgreiche Jahr 2006 mit einem beschaulichen
Weihnachtsessen. Bereits früh im neuen Jahr fing das Aussentraining an. Eine
gute Vorbereitung war Pflicht, um die lange Rückrunde mit dem grossen Ziel der
Schweizer Meisterschaft erfolgreich zu gestalten.
In den ersten Meisterschaftsspielen der Rückrunde konnten wir spielerisch noch
nicht wunschgemäss überzeugen, doch es spricht für sich, dass auch die
bescheidenen Spiele stets zu unseren Gunsten ausfielen. Spätestens im
Cup-Viertelfinal fanden wir zu unserer alten Stärke zurück. Mit Swiss Re wurde
uns ein weiterer attraktiver Gegner zugelost, den wir dank einer fulminanten
zweiten Halbzeit auswärts souverän bezwingen konnten.
Auch in der Rückrunde der Meisterschaft sind die beiden Heimspiele gegen Baumann
und Swiss Re erwähnenswert, galt es doch, jeweils einen Rückstand wett zu
machen:
Nach einem geschenkten Gegentor gelang uns gegen Baumann Springs der verdiente
Ausgleich. Ein weiterer vermeidbarer Gegentreffer brachte uns allerdings noch
vor der Halbzeit zum zweiten Mal in Rücklage. Klar spielbestimmend stürmten wir
in der zweiten Halbzeit vehement gegen die kompakt stehende Defensive des
Gegners an und drängten auf den Ausgleich. Das mit viel Geduld ausgeführte
Kombinationsspiel brachte uns in der Nachspielzeit den verdienten, wenn auch
zeitlich glücklich fallenden Ausgleich.
Als frischgebackene Regionalmeister 06/07 galt es auch im Spiel gegen die Swiss
Re einem frühen Rückstand nach zu rennen. Ein Doppelschlag innert wenigen
Minuten brachte nach ungefähr einer Stunde die erzwungene Wende zur 2:1 Führung.
Dank starken Ersatzspielern entwickelte sich in den letzten 30 Minuten eine
einseitige Partie, die in einem klaren 5:1 Sieg endete.
In der Zwischenzeit setzten wir uns im Halbfinal gegen Schweizer Break durch.
Der Einzug in den Cupfinal war dank einer spielerisch soliden Leistung nie in
Gefahr. Am 8. Juni, eine Woche vor dem grossen Finale der Schweizer
Meisterschaft, waren wir gewillt, den zweiten Schritt zur Verteidigung des
Tripels zu besiegeln. Eine klare 4:0 Führung zur Pause gegen den Serie B-Verein
FC Service 24 entschied den Cupfinal 2007 frühzeitig. Aufgrund starkem
Platzregen und einem Hagelgewitter wurde die unterhaltsame zweite Halbzeit auf
einem überfluteten und kaum bespielbaren Terrain ausgetragen. Mit einem 8:0 Sieg
verteidigten wir auch den zweiten regionalen Titel souverän.
Dank akribischer Arbeit, und gutem Teamgeist ist es der Hug-Truppe gelungen als
Doublesieger der Region Zürich an die Schweizer Meisterschaften zu fahren, um
sich dort den grossen Traum der Verteidigung des Schweizer Meistertitels zu
erfüllen.
Alwin Schwendener
Firmenfussball CH-Meisterschaft
Lausen BL / Weekend 16. & 17. Juni 2007
Samstag, 16. Juni 2007
Samstag, 07.15 Uhr Besammlung im Guggach, schien mir etwas früh für gewisse
Jungs unserer Mannschaft. Umso erstaunter blickte ich bei Ankunft in wache und
gewaschene Gesichter. Kurze Hektik kam auf, als die Ustemer-Clique eine
Autopanne auf der Autobahn meldete, doch Toni organisierte das Abschleppen und
brachte die Jungs pünktlich zum Spielort.
Uns war allen bewusst, dass wir als Zürcher Gruppensieger und Titelverteidiger
dieses Turniers nicht mit Basler-Sympathien rechnen durften. So standen wir zu
Beginn vor geschlossenen Kabinen und durften nur halbwegs auf dem Spielfeld
einlaufen. Eigentlich nicht zu erwähnen jedoch hier kurz zu unterstreichen ist
die Tatsache, dass wir bis auf das Spiel gegen die einheimischen Basler Novartis
alle Matches auf dem kleinen und löchrigen Nebenplatz austragen durften. Kam uns
schlussendlich zu Gute, aber jetzt zum ersten Spiel:
1. Spiel: FC Intershop Luzern - FC UBS Zürich 1:2
Der Sieger der Luzerner-Region war lange ein ebenbürtiger Gegner und hatte
während des ganzen Spiels immer wieder Torchancen. Irgendwie schienen wir noch
nicht ganz wach. So gingen die Innerschweizer 10min. vor Halbzeit mit 1:0 in
Führung. Uns war die anfängliche Nervosität und Anspannung anzumerken und es
brauchte das 1:1 des Captains, damit die Mannschaft zum gewohnten Spiel fand.
Nach mehreren 100%-igen Torchancen kam das erlösende 2:1 durch Maurizio
Ramondetta. Das Match endete mit dem gleichen Resultat und so nahmen wir den
ersten und wichtigen Sieg mit in das 2. Spiel.
2. Spiel: FC Novartis Basel- FC UBS Zürich 0:2
Der FC Novartis war als gefährlichster Gegner dieser Gruppe einzustufen und
somit überraschte die Dominanz und spielerische Überlegenheit des FC UBS. Es
wurde wärmer und der 60ig minütige Einsatz im ersten Spiel machte sich bereits
bemerkbar. Der Gegner hatte jedoch nicht eine einzige, zwingende Torchance und
das Spiel kontrollierten wir hauptsächlich in der Platzhälfe des FC Novartis.
Mit einem klaren 2:0 Sieg zogen wir ins letzte Gruppenspiel.
Das 2. Mal Hektik an diesem Tag kam auf, als der FC Novartis nach dem Match
bemerkt haben wollte, dass wir anstelle von 4 erlaubten Einwechslungen 5
vorgenommen hätten.
Dies mit nur 4 Ersatzspielern auf der Bank, ist dies möglich ? Eine doch etwas
überraschende Reaktion eines normalerweise fairen Gegners. Aufgrund der klaren
Unterlegenheit auf dem Feld sicherlich eine Frustreaktionen, welche unser Team
nicht nachtragend bereits wieder vergessen hat.
3. Spiel: Georg Fischer Schaffhausen - FC UBS Zürich 0:8
Das 3. Spiel innerhalb von 6 Stunden. Müdigkeit und Hitze waren allen Spielern
anzumerken, doch der FC UBS wollte in den Final. Eindrücklich 8:0 weggehauen.
Kurz zusammengefasst: In allen Belangen Überlegen, Gegner überfordert!
Somit: Finale ohoh, Finale ohoho, Finale ohoh, Finale ohoho !
Sonntag, 17. Juni 2007
12.15 Uhr Besammlung im Guggach und Spaghetti für die ganze Mannschaft. Tsari
war nach seinem Kurzinfekt auch wieder anwesend. Noch etwas blass aber mit
grossem Appetit. Danach fahrt nach Lausen und Massage bei Robi.
Hier ein grosses Dankeschön an den Masseur. Ohne ihn wären div. Spieler am
Sonntag nicht in alter Frische auf den Platz gelaufen.
Finale: FC Post St.Gallen - FC UBS Zürich 0:3
Das Einlaufen war anfangs etwas harzig. Übersäuerte Beine und eine mentale
Müdigkeit waren nicht zu übersehen. Als das Spiel dann um 16.15 losging, hatte
man beim FC UBS jedoch nicht den Eindruck, dass vom Vortag 3 Spiele à 60min. in
den Beinen stecken.
Wir zogen in der ersten Halbzeit ein Spiel auf, angeführt von einer
überzeugenden Verteidigung, welches ich in meiner 8jährigen UBS-Zeit noch nie
miterleben durfte.
Nicht nur der Ball sondern auch der Gegner lief, der Ball jedoch immer in
unseren Reihen und der Gegner meist vergebens ! Zu dominant und zu stark war
unser Auftritt an diesem Tag, wir waren um Klassen besser als Post St.Gallen und
gingen bis zur Halbzeit durch 2 Tore von Ramon mit 2:0 in Führung. In den
zweiten 45min. verwalteten wir das Resultat geschickt und liefen nie Gefahr,
noch irgendwie ein Gegentor zu kassieren. Kurz vor Schluss krönte Simon seine
gute Form mit dem 3:0. Ein höherer Sieg wäre möglich gewesen, doch Capitano
„Chancentod“ brachte den Ball an diesem Sonntag einfach nicht über die Linie.
So endete das faire Spiel mit Jubel, Pokalübergabe und einem Bierchen.
FC UBS Zürich: CH-Meister 2007 und somit erfolgreicher Titelverteidiger !
FC UBS AG, Saison 2005/06: Regionalmeister, Cupsieger und Schweizer Meister!
Nachdem wir bereits verdientermassen die Regionalmeisterschaft und den
Cupfinal gewonnen und somit unsere Zielsetzungen für die Saison 2005/06 bereits
mehr als übertroffen hatten, traten wir die Reise nach Schaffhausen voller
Vorfreude an.
Mit der Gewissheit, gut vorbereitet zu sein, starteten wir mit einem klaren 2:0
Sieg gegen die Heimmannschaft am Samstag morgen gut in das Turnier. Das zweite
Spiel gewannen wir noch deutlicher mit 3:0 gegen den Bündner Meister, bevor es
am Nachmittag gegen den dreimaligen Titelverteidiger Polizei St. Gallen ging.
Obwohl wir auch in diesem Spiel die klar bessere Mannschaft waren, scheiterten
wir unter sehr grosser Hitze an unserer sehr schlechten Chancenauswertung.
Dieses Spiel endete 0:0 und da auch die Polizei St. Gallen ihre beiden Spiele
vorher gewonnen hatte, musste ein Penalty-Schiessen entscheiden. Dieses konnten
wir mit 4:3 für uns gestalten und damit waren wir für den sonntäglichen Final
gegen die Novartis aus Basel qualifiziert, die sich in ihrer Gruppe noch
deutlicher durchgesetzt hatten und sich das gesamte Wochenende in einem Hotel in
Schaffhausen auf die Spiele vorbereitet hatte.
Im Sturm gewinnt man Spiele und in der Verteidigung Meisterschaften!
Mit weniger als einem erhaltenem Tor pro Spiel auf die gesamte Saison gesehen,
trifft diese Aussage sicher auch auf uns zu. Auch an diesem Wochenende in
Schaffhausen war uns klar, dass die Defensive stehen muss, denn wir sind
jederzeit in der Lage, vorne für Tore zu sorgen. So gesehen war unsere Idee
gegen die Novartis klar, zuerst einmal kein Tor zu erhalten und in der Defensive
sicher zu stehen. Die Hitze und die Müdigkeit setzten einigen Spielern
verständlicherweise zu, die Novartis schien damit jedoch noch viel mehr Mühe zu
haben als wir. Der kleine, aber wichtige Unterschied an diesem Sonntag war, dass
sie ins Spiel gingen, um nicht zu verlieren, wir jedoch unbedingt gewinnen
wollten. Anders kann ich mir nicht erklären, warum Novartis so passiv und
defensiv spielte und bei jeder Gelegenheit Zeit schindete, als ginge es ihnen
nur darum, mit einem Konter das Spiel zu entscheiden oder sich in das
Penalty-Schiessen zu retten. Fast wäre diese destruktive Taktik noch
aufgegangen....
Die erste Halbzelt ist schnell erzählt. Ein Spiel auf ein Tor, nämlich auf das
ihrige. Nicht ein einziger Schuss kam auf unser Tor und wir hätten gut und gerne
mit 2 bis 3 Toren Unterschied In die Pause gehen müssen, aber die
Chancenauswertung liess sehr zu wünschen übrig. Eine gewisse Frustration machte
sich breit. Sehr viel Aufwand für keinen Ertrag und dies bei dieser Hitze hatte
seine Spuren hinterlassen.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild, bis sie in der 65. Minute doch
tatsächlich vor unser Tor kamen und mit dem ersten Schuss des Spiels auf unser
Tor?! in Führung gingen. Der Schock sass tief, auf dem Platz wie auf der Bank,
aber nur für gerade 5 Minuten. Nach einigen Umstellungen war es Minute in der
71. Minute, der für den so wichtigen Ausgleich besorgt war, in der 73. Minute
war es Marco, der das viel umjubelte 2:1 erzielte, in der 75. Minute war es
Mimo, der das 3:1 erzielte, bevor nochmals Minute zum 4:1 traf. Das zweite
Basler Tor war ein Eigentor einige Minuten vor Schluss, was jedoch auf das Spiel
keinerlei Einfluss mehr hatte. Der Kübel war unser und der Jubel grenzenlos. Das
Festen auf dem Platz in Schaffhausen fand seine Fortsetzung im Tres Kilos im
Seefeld.......
Chum bringen hei chum bringen, chum bringen hei chum bringen, chum bringen hei
...zu mir!!!
Es war das erste offizielle Training zur Meisterschaft
2005/2006 - wir hatten uns alle in der Garderobe getroffen und warteten auf die
Ansprache von unserem Trainer-Duo: "Es gibt für uns nur ein Ziel - und dieses
Ziel heisst Schweizer Meister 2005/2006!"
Dafür müssen wir hart arbeiten und dafür müssen während der Saison hart
kämpfen!' Der Tarif kam ziemlich deutlich bei uns Spielern an - wir wussten um
was es geht und was uns in den kommenden Wochen in der Vorbereitung alles
erwarten wird. In unzähligen Lauftrainings haben wir uns die nötige
Grundkondition geholt, mit Kraft-Übungen die nötige Stärke, und obendrein
konnten wir unsere spielerischen Akzente in Trainings-Spielen gegen starke
Gegner sowie im Trainingslager im Tessin testen. Mit einem Sieg gegen die U-17
von YB kurz vor Meisterschaftsbeginn tankten wir dementsprechend genügend
Selbstvertrauen um stark in die Meisterschaft zu starten.
Vorbereitung ist nicht gleich Meisterschaft, da gibt es mal gute und mal
schlechte Spiele und wir alle kennen die alte Fußballer-Weisheit: Um Meister zu
werden musst Du auch die schlechten Spiele gewinnen!
In den ersten Spielen fand sich die ganze Mannschaft, die Abstimmung zwischen
Torwart und Verteidigung klappte von Spiel zu Spiel besser (Danke für die
Unterstützung Fabian), Mittelfeld und Sturm harmonierten immer besser, was sich
auch in der Statistik widerspiegelte: 5 Spiele, 5 Siege, Torverhältnis 19:5 !
Tja und dann kam der 10.Oktober 2005, das Spiel gegen Swiss Re, unserem
stärksten Widersacher um Platz 1 in der Meisterschaft. Ich weiss nicht, wo wir
alle an diesem herbstlichen Abend gerade waren, doch die ganze Mannschaft fiel
nach dem 0:1 auseinander, das Endresultat (0:5) war genauso ernüchternd wie die
Kommentare von einem Teil der Swiss Re Spieler während dem Spiel. Aber
vielleicht war gerade dieser Tag entscheidend für das ganze Team und den
weiteren Verlauf der Meisterschaft. Man sollte noch sehen, welche positiven
Punkte wir aus diesem Spiel mitgenommen haben. Wir wussten alle welchen Weg wir
noch vor uns hatten, was uns als Mannschaft noch mehr zusammenschweisste. Am
Ende der Vorrunde waren wir mit drei Verlustpunkten auf dem zweiten Tabellenrang
hinter Swiss Re.
Was folgte war die Winter-Pause und harte Trainings-Einheiten in der Halle sowie
ein Lauftraining, das uns alle zu Top-Favoriten beim Züri-Marathon hätte machen
können. Topfit und motiviert mit dem Ziel vor Augen, im nächsten entscheidenden
Spiel gegen Swiss Re von Beginn weg den Gegner unter Druck zu setzen Spiel zu
besiegen. Neben dem Fussballplatz organisierte das Trainer-Duo einen Brunch
sowie eine Ski-Weekend in Arosa, dass die Freundschaftsbande der Spieler noch
zusätzlich stärkte, ein wahrliches WIR-Gefühl bauten wir auf.
In den ersten Spielen der Rückrunde liessen wir keine Bedenken an unserem
Unterfangen aufkommen und schlugen unsere Gegner viel Elan und starkem
Leistungswillen. Und wie verhielt sich der Tabellenführer Swiss-Re ? Schon das
erste Spiel der Rückrunde endete unentschieden - noch 2 Punkte Rückstand! Dann
folgte nochmals ein Unentschieden von Swiss Re und plötzlich waren wir auf dem
ersten Tabellenplatz. Es folgte die Woche der Entscheidung: Viertelfinale im Cup
gegen Swiss-Re und Meisterschafts-Spiel in einer Woche, also ein ganz hartes
Programm. Einem souveränen UBS Sieg mit 5:3 im Cup-Spiel folgte ein ebenso
überzeugender 4:1 Auswärtssieg der Banker auf perfektem Terrain. Wir wurden für
dieses Spiel minutiös von unserem Trainer-Duo vorbereitet, wussten um unsere
Stärken und um unsere Strategie falls wir in Rückstand gerieten würden. So kam
es dann auch - nach einem Eckball erzielte Swiss-Re das frühe 1:0. Und jetzt
zeigte sich die Moral der ganzen UBS-Mannschaft : Es wurde kombiniert und steil
in die Spitzen gespielt, ein Pressing aufgezogen, das Swiss-Re unglaublich unter
Druck setzte und letztlich zum 1:1 Ausgleich führte. Damit nicht genug, das 2:1
erfolgte noch vor der Pause und in der zweiten Hälfte erhöhten die UBSler ncoh
mit Toren zum Endresultat von 4:1. Ein wichtiger Sieg und Schritt Richtung
Meisterschaft war uns damit gelungen. Die restlichen Spiele konnten wir für uns
entscheiden, und so durften wir bereits am 6. Juni s frühzeitig auf den
Regionalmeister anstossen! Die Tabellenführung bestätigten wir am Ende mit 17
Siegen und einer Niederlage.
Als weiteres Highlight darf auch der Cup-Final angesehen werden, wo wir am Ende
den Pokal nach einem überzeugenden 8:2 gegen den FC Gastro in Empfang nehmen
durften..
Als Regional-Meister und Cup-Sieger spielten wir in Schaffhausen gegen andere
Regional-Meister um die Schweizer Meisterschaft. Das Turnier starteten wir gut
mit einem 2:0 gegen den Meister aus Schaffhausen, noch deutlicher mit 3:0 wurde
der Bündner Meister besiegt. Das alles entscheidende Spiel um den Einzug ins
Finale gegen den dreimaligen CH-Meister der letzten Jahre, FC Polizei St.Gallen
konnten wir im Penalty-Schiessen mit 4:3 für uns entscheiden. Im Endspiel
standen wir Novartis Basel gegenüber. Die Hitzeschlacht ist schnell erzählt: Wir
konnten unsere Überlegenheit vorerst nicht in Tore umwandeln. Nachdem wir mit
0:1 in der 65 Minute durch einen Konter in Rücksand gerieten, kam der
Doppelschlag innert fünf Minuten vom 0:1 zum 2:1! Nach weiteren fünf Minuten
hiess es 4:1 und kurz vor Schluss noch 4:2. Abpfiff - -Sieg - masslose
Erleichterung: "Meischter - Schwiizer Meischter - schalalalalaaaaaa."
Unsere Freude und unser Stolz über das erreichte Meisterschaftsziel war
grenzenlos… Am Ende hatten wir es also geschafft: Regionalmeister, Cupsieger und
Schweizer Meister 2005/2006 ! Eine junge Mannschaft mit vielen neuen Spielern
hatte sich gefunden, hatte gekämpft und es allen Kritikern (ja, die gab es auch)
gezeigt, nicht zuletzt auch weil wir auch neben dem Platz EIN TEAM sind,
einander unterstützt haben und für einander eingestanden sind. Wir sind alle
sehr stolz für den FC UBS zu spielen und zugleich dankbar für das komplette
Umfeld : Speziellen Dank gilt natürlich an erster Stelle unserem Trainer-Duo,
Stefan und Toni, was ihr für uns geleistet habt, verdient allerhöchsten Respekt
und kann mit Worten nur schlecht beschrieben werden! Danke auch unserem
Physiotherapeuten, Sämi, der stets auch bei kleineren Verletzungen zur Stelle
war und uns so hervorragend mit kühlen Getränken verpflegte. Auch einen
besonderen Dank geht an das Guggach-Team, seiner Küche und dem Platzwart -
einfach alle, die uns in irgendeiner Form unterstütz haben, nicht zuletzt auch
allen Spieler-Frauen und Fans!
Am 17. Juli bereiten wir uns bereits wieder für die neue Saison vor. Wir freuen
uns motiviert und mit vereinten Kräften unsere Titel zu verteidigen!
Stefan - the Goalie